Ein besonderer Tag für Henry und Teresiah

Heute war ein besonders langer und anstrengender Tag. Wir standen um 3:30 Uhr auf und waren um 04:10 Uhr im Kinderheim. Dort begleiteten wir den Tagesbeginn der Makimei Familie. Ich war schockiert, wie wenig Schlaf die Kinder erhalten, da sie von den Schulen viel Hausaufgaben erhalten, somit erst spät ins Bett können und dann so früh aufstehen müssen.

Da die Kinder um verschiedene Uhrzeiten abgeholt werden, wurden sie gestaffelt aufgeweckt. Die Kinder wurden in drei Gruppen aufgeteilt; die erste wurde um 05:15 Uhr abgeholt, die zweite um und die letzte Gruppe um 06:00 Uhr. Alle Kinder zogen sich selbst an, machten ihr Bett und wuschen sich, während die Erwachsenen das Frühstück vorbereiteten. Die Kinder essen jeden Morgen das typische Frühstück «Porridge». Es ist ein gesüsster Getreidebrei, der den Kinder Energie für den Morgen gibt.

Während die Kinder nach und nach die Schule verliessen, wurde für das Waschen der Babys vorbereitet. Rachael suchte für jedes Kind die Kleider aus und ordnete sie, indem sie das Bündel mit einer Strumpfhose beisammenhielt. Sie hatte eine genaue Ordnung und wusste exakt welches Bündel zu welchem Kind gehörte. Und es waren immerhin 15 Bündel! Dann wurden die Kinder eins nach dem Anderen gewaschen und neu eingekleidet.

Der tägliche Ablauf ist sehr routiniert, jeder weiss was zu tun ist und eine Regelmässigkeit entsteht.

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Vor dem Mittagessen, hatten Margaret, Rachael, Mira und ich ein Meeting. Darin besprachen wir, wie die nächsten Schritte aussehen werden und wie unsere Partnerschaft weitergehen soll. Dieses Gespräch gab uns wieder viel Klarheit und bestätigte mir, dass diese Zusammenarbeit sehr wertvoll für alle Beteiligten ist.

Nach dem Mittagessen, fuhren wir zu der St. Mary`s School, da heute ein besonderer Tag für die 8te Klasse war. Die Kinder der 8ten Klasse haben in drei Wochen ihre finalen Prüfungen, die unteranderem entscheiden, auf welche High-Schools sie gehen können. In dieser Klasse waren auch die ältesten Makimei Kinder, Henry und Teresiah. Es war ein sehr langes Prozedere, viel wurde gesagt, gezeigt und die vorhandenen Priester haben viele Gebete und Reden gehalten. Jedoch waren es diese 4 Stunden eindeutig wert, für die Augenblicke die wir erlebten mit Henry und Teresiah. Da nur Margaret, Mira und ich dabei waren, spielten wir eine Art Ersatzeltern. Denn jeder Schüler wurde einzeln aufgerufen, beschrieb kurz wer er war und erklärte was er werden wollte. Danach durften die Eltern eine Schleife übergeben. Teresiah und Henry waren beide sehr gerührt, als wir alle drei nach vorne kamen, sie fest in die Arme nahmen und stärkende Worte sprachen. Speziell mit Teresiah, welche ein besonders hartes Schicksal erlitt, war dies ein sehr emotionaler Moment für alle von uns. Als die Eltern hinter die Kinder stehen sollten, um für die zu beten und ihr unsere Wünsche auszusprechen. Mira und ich standen hinter Teresia, während Margaret zu Henry stand. Auch dies war ein sehr inniger Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde. Da wir nun sehr an unsere Grenzen kamen, fuhren wir um 18:00 Uhr direkt in das Word of life, und assen dort zu Abend.

Nun freue ich mich schon sehr auf mein Bett, trotz aufkommender Trauer, wenn ich an den baldigen Abschied denke.

Gute Nacht zusammen, eure Lea

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