Ein Tag voller Ereigisse

Wir begannen den heutigen Tag sehr spontan. Beim Frühstück entschieden wir, gemeinsam mit unserem Gastgeber Michael Chao, zwei Schulen zu besuchen. Da wir mir Margaret und Rachael vereinbarten um 10:00 Uhr die jetzigen Schulen zu besuchen, bot uns Michael an zuerst zwei andere Schulen als Vergleich zu sehen. Somit erhielten wir einen grösseren Einblick in die kenianischen Schulen. Der Unterschied zwischen den ersten zwei, war enorm. Die erste war sehr familiär und herzlich, während die zweite sehr auf schulische Bestleistungen gedrillt war.

Nach den ersten zwei Schulen, fuhren wir ins Kinderheim, wo die Reise sogleich mit Margaret und Rachael weiterging. Gemeinsam fuhren wir in die St. Mary`s School, wo der grösste Teil der Makimei Kinder ist. Wir wurden mit einer traditionellen Begrüssung empfangen, einer Performance der Kinder. Dann folgte ein Gespräch mit der Direktorin Joyce Waweru, wobei sie uns über die Schule und die Makimei Kinder informierte. Als wir danach die Schulzimmer anschauen durften, zeigten uns die Kinder ihre Talente. Ich war sehr stolz auf sie, wie sie ihre Auftritte zeigten und alles auswendig konnten.

Die zweite Schule war Kiriti Joy School. Diese wird geleitet von einer warmherzigen Frau, welche das Schicksal dieser Kinder sehr ernst nimmt und mit ihnen an ihrem Selbstvertrauen arbeiten möchte. Da keinen Termin hatten, war alles sehr natürlich. Die Kinder, sowie Lehrer wurden von unserem Besuch überrascht. Auch hier zauberten sie jedoch ein Gedicht oder Lied hervor, welches sie uns mit Freude vortrugen. Hier waren eine sehr entspannte Atmosphäre und eine gute Verbindung zwischen Schüler und Lehrer spürbar. Und das Beste: es arbeiten drei Schulberaterin in dieser Schule, welche für die Kinder da sind und Schwierigkeiten gemeinsam mit den Kindern angehen.

Danach fuhren wir zurück ins Kinderheim und fingen an, mit Rachael eine Buchhaltung für das Kinderheim auf die Beine zu stellen. Unser Ziel war eine einfache aber effektive und übersichtliche Buchhaltung zu starten.

Dann waren bereits die Schulkinder von der Schule zurück. Da wir nun viele Eindrücke der kenianischen Schulen erhielten, war es uns ein Anliegen die Seite der Kinder zu hören. Daher sassen wir mit allen Schulkindern zusammen und hörten ihnen einfach mal zu. Sie erzählten uns fast über eine Stunde, wie es ihnen ergeht und was sie täglich erleben.

Dann war es bereits Zeit für das Abendessen. Es gab köstliche Bohnen mit Kohl und Mais. Eine sehr typische Mahlzeit, die in einer durchschnittlichen Familie oft zubereitet wird.

Nach dem Abendessen, kam endlich der Zeitpunkt, auf den wir alle gewartet haben. Nachdem nun alle anwesend sein konnten, öffneten sie die Geschenke. Eine riesige Ladung von Sachspenden wartete auf ihre neuen Besitzer. Und der Aufwand, diese Sachspenden zu organisieren und nach Kenia zu bringen hat sich allemal gelohnt! Die Freude, Überraschung und Neugierde in ihren Gesichtern war unbezahlbar! Viele Kinder fangen bald ihr Favorit und vertieften sich in Spiele, ins Lesen von Geschichten oder ins Ausprobieren von Unbekanntem.

Das schöne und Spannende an dieser Woche ist, dass ein gegenseitiges Lernen vorhanden ist. Gerade heute wieder sagte Rachael zu mir: «Wir lernen voneinander, ihr bringt mir Wissen bei und ich euch»

Voller Freude, Liebe und Glück, kann ich heute tief schlafen.

Gute Nacht

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